Tutorium: Quer durch die Epochen - Teil II (SoSe11)

Zeit und Ort: Montags 17.45 Uhr, Ort: S 94

 

Kommentar: 

Egal ob Aufklärung, Reformationszeit oder Expressionismus - viele Epochen werden fächerübergreifend als bekannt vorausgesetzt, aber kennt man sie wirklich? Waren es die Einzigen, welche kamen überhaupt vor, welche nach ihnen und was machte sie aus? Sieht ein Historiker sie anders als ein Germanist und was geschah zur gleichen Zeit in England?

Jede Sitzung wollen wir uns gemeinsam solchen Fragen widmen und natürlich all jenen, die euch noch einfallen.

 

Ablauf des Tutoriums: 

Wir bieten das Tutorium über zwei Semester an (ein Einstieg ist aber jederzeit möglich): Im Wintersemester haben wir uns einen Überblick über zentrale Epochen von der Antike bis zur Gegenwart verschafft. Im Sommersemester wollen wir Schwerpunkte setzen und einige Themengebiete etwas genauer unter die Lupe nehmen. Die einzelnen Sitzungen werden von Kommilitonen aus verschiedenen Fachbereichen gestaltet, wodurch wir das Tutorium möglichst abwechslungsreich halten. Dabei hoffen wir, dass ihr Lust habt, die Ergebnisse mit uns zu erarbeiten und nicht nur eine „Vorlesung“ genießen wollt. Grundsätzlich sind wir sehr an einer gemeinsamen Gestaltung interessiert, denn in dieser Veranstaltung dreht sich nichts um Credit Points, Leistungsnachweise oder Anwesenheitslisten, sondern sie dient der reinen Bildung und damit der Frage: ‚Was würde ich gerne genauer wissen’. 

 

 

Blockseminar „Digitale Welten - Chancen und Risiken für Historiker“ (SoSe11)

Seminarleitung: Martin Rybarski

 

Die moderne Welt mit all ihren digitalen Herausforderungen stellt eine schier unüberwindbare Odyssee dar. Internet, Social Networks, Smartphones und Online-Datenbanken vernetzen nicht nur, sondern stellen uns vor neue Herausforderungen.

Sie bieten jedoch auch eine Vielfalt an Möglichkeiten, die Historikern vor 20 Jahren noch nicht zur Verfügung standen und erleichtern durch neue Methoden Studium und Forschung.

In dem Blockseminar sollen die vermeintlichen Arbeitserleichterungen gesichtet, angewendet und kritisch reflektiert werden. Dabei besitzt das Seminar einen großen Praxisanteil.

Es soll erarbeitet werden, welche Medien und Methoden Studenten gewinnbringend in ihr Studium integrieren und ob diese darüber hinaus genutzt werden können. Da es momentan nur sehr wenig Literatur und Handlungsweisungen diesbezüglich gibt, bewegen wir uns im Bereich der Grundlagenforschung.

Weitere Materialien werden in einem entsprechenden ILIAS-Kurs zur Verfügung gestellt. Ein eigenes Laptop, sowie eine Digitalkamera sind von Vorteil, jedoch kein Muss.

Auch „technisch unbegabte“ Menschen, Studenten im Grundstudium und Fachfremde sind Herzlich Willkommen!

Damit die praktischen Phasen nicht zu kurz kommen, ist das Seminar auf max. 20 TeilnehmerInnen beschränkt. (unverbindliche Anmeldungen an: fs-geschichte(at)uni-koeln.de)

Gerne können Themenvorschläge von KursteilnehmerInnen integriert werden.

 

Ein Scheinerwerb ist im Rahmen dieses Seminars nicht möglich!

Fragen jederzeit an: fs-geschichte(at)uni-koeln.de

Wann? Voraussichtlich an 4 Samstagen im Sommersemester (10-17 Uhr).

 

Weitere Details werden auf dem Fachschaftsbrett und im Internet bekannt gegeben.


Seminar: "Sprache und Geschichte. Annäherungen an eine komplexe Beziehung" (WS 10/11)

Seminarleitung: Thomas Meyer / Sebastian Rojek

Im Anschluss an das im letzten Semester veranstaltete Seminar zur Geschichtstheorie wollen wir im nächsten Semester fortfahren uns mit Grundfragen der Geschichtswissenschaft zu beschäftigen. Unter der Überschrift „Sprache und Geschichte“ wollen wir uns aus drei Perspektiven Fragen der Geschichtstheorie und Methode zuwenden, Fragen also, die üblicherweise in den Seminaren nur am Rande behandelt werden. Unser Thema greift dabei in philosophische und literaturwissenschaftliche Fragestellungen aus. Vorkenntnisse oder gar der Besuch unseres Seminars aus dem letzten Semesters sind nicht nötig. Teilnehmen kann im Prinzip jeder interessierte Studierende. 

1. Themenkreis: Logik und Argumentationstheorie:

Die Frage nach der Wahrheit wissenschaftlicher Aussagen bei empirischen Wissenschaften, ist von den Fakten, d.h. von den tatsächlich empirisch nachweisbaren Ereignissen und Gesetzmäßigkeiten abhängig. Ob jedoch bestimmte Aussagen gefolgert werden können, hängt nicht allein von der Erkenntnis empirischer Gehalte ab, sondern muss auch abstrakteren, formalen Maßstäben genügen. Die formale Logik beschäftigt sich mit der logischen Struktur von Aussagen bezüglich des Schließens von Aussagen (Prämissen) auf andere Aussagen (Konklusionen). Dabei wird von jeglichem Inhalt abstrahiert und lediglich geschaut, welche formalen Schlusstypen gültig sind. Gültigkeit bedeutet, dass unter Voraussetzung der Wahrheit der Prämissen auf die Wahrheit der Konklusion geschlossen werden kann. 

Im ersten Block des Kurses möchten wir in die allgemeinen Grundlagen der formalen Logik und Argumentationstheorie einführen, natürlich mit besonderer Berücksichtigung der Argumentationen innerhalb der Geschichtswissenschaft. In dem Zusammenhang werden auch Plausibilitätsargumente eine wichtige Rolle spielen. (Das alles klingt vielleicht kompliziert, aber wir arbeiten uns da schon durch!)

2.) Historische Semantik

Nimmt man nun die empirischen Gehalte hinzu und stellt die Frage nach der empirischen Wahrheit bestimmter Aussagen, wird die Frage nach dem Gehalt, und das meint nach der Bedeutung der Semantik der in diesen Aussagen vorkommenden Begriffe relevant. Dass sich die Bedeutung von Begriffen über die Zeit ändert und mitunter sogar theoriegestützt sein kann, ist Thema des zweiten Teils. Hier wollen wir uns der ‚historischen Semantik’ zuwenden, deren Vertreter versuchen unter Verwendung schriftlicher Quellen nach dem Bedeutungsgehalt von bestimmten Begriffen für die jeweiligen Zeitgenossen einer Epoche zu fragen. Hier geht es vor allem darum, wie wir über die Sprache der Quellen an die Vergangenheit herankommen können. Welche Erfahrungsgehalte und Bedeutungen, welche Erwartungshaltungen schlagen sich in Begriffen nieder?

3.) Erzähltheorie und historische Darstellungen

Der dritte Teil soll sich wiederum einer Grundfrage der Geschichtswissenschaft zuwenden. Nämlich inwiefern literarische Muster bei der Verwandlung von Quellen in Darstellungen, die den Anspruch haben wahre Aussagen über die Vergangenheit zu treffen, zum Einsatz kommen. Ist es möglich, dass literarische Techniken (etwa Zeitraffung, bestimmte Metaphern, Vergleiche, etc.), die für gewöhnlich auch Historiker verwenden, den Zugang zur Vergangenheit verschleiern? Welche Auswirkungen haben bestimmte Erzählmuster auf unser Bild von der Vergangenheit? Inwiefern unterscheiden sich überhaupt historische Darstellungen von historischen Romanen? 

Mit all diesen Fragen und Themenkomplexen wollen wir uns beschäftigen und so eine größere Sensibilität für bestimmte Grundfragen der Geschichtswissenschaft wecken. Alle Fragen stehen dabei im Zusammenhang mit dem Komplex „Sprache und Geschichte“.

Texte werden zur Verfügung gestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Seminar dient nicht dem Scheinerwerb, sondern lediglich der reinen Bildung!

Bei Fragen schreibt jederzeit an: fs-geschichte@uni-koeln.de

Wann? Voraussichtlich Dienstag 10:00 bis 11:30 Uhr ab der ersten Vorlesungswoche des WS

Wo? Voraussichtlich S 84

 

Interdisziplinäres Tutorium: "Quer durch die Epochen" (WS 10/11)

Seminarleitung: Björn Zielke (Geschichte), Nils Schäferling (Germanistik), Simone Sorgalla (Anglistik).

Tutorium in Kooperation mit den Fachschaften Anglistik, Philosophie und Germanistik. Es wird stattfinden montags von 17:45 bis 19:15 in S58 (Philosophikum)

Egal ob Aufklärung, Reformationszeit oder Expressionismus - viele Epochen werden fächerübergreifend als bekannt vorausgesetzt, aber kennt man sie wirklich? Waren es die Einzigen, welche kamen überhaupt vor, welche nach ihnen und was machte sie aus? Sieht ein Historiker sie anders als ein Germanist und was geschah zur gleichen Zeit in England?

Jede Sitzung wollen wir uns gemeinsam solchen Fragen widmen und natürlich all jenen, die euch noch einfallen.

Ablauf des Tutoriums: 

Wir bieten das Tutorium über zwei Semester an: Im Wintersemester wollen wir uns einen Überblick über zentrale Epochen von der Antike bis zur Gegenwart verschaffen, um dann im Sommersemester einige Epochen genauer zu untersuchen. Die Vorbereitung und Leitung der einzelnen Sitzungen werden immer mehrere Kommilitonen aus verschiedenen Fachbereichen übernehmen, wodurch wir das Tutorium möglichst abwechslungsreich gestalten. Dabei hoffen wir, dass ihr Lust habt, die Ergebnisse mit uns zu erarbeiten und nicht nur eine „Vorlesung“ genießen wollt. Grundsätzlich sind wir sehr an einer gemeinsamen Gestaltung interessiert, denn in dieser Veranstaltung dreht sich nichts um Credit Points, Leistungsnachweise oder Anwesenheitslisten, sondern sie dient der reinen Bildung und damit der Frage: ‚Was würde ich gerne genauer wissen’. 

 

 

 

Blockseminar: "Statistik für Historiker" (SoSe 2010)

Blockseminar: Statistik für Historiker 

Seminarleitung: Tobias Termaat (Referendar der Fächer Geschichte u. Mathematik)

Liebe Studierende,

permanent begegnen wir im Alltag, aber auch während des Studiums statistischen Daten, die irgendetwas belegen oder widerlegen soll. Aber wie arbeitet man mit Statistiken? Ein Thema das zugegeben wichtig ist, von dem aber kaum jemand Ahnung hat – einer näheren Beschäftigung steht meist die unter Geisteswissenschaftlern weit verbreitete Angst vor der Mathematik im Wege. Genau an dieser Stelle soll das Seminar einhaken!

Genaueres zum Inhalt:

Statistisches Zahlenmaterial gewinnt im Rahmen der Geschichtswissenschaft eine immer größere Bedeutung. Die leichte Verfügbarkeit von Statistik- und Graphikprogrammen verleitet zum expansiven Einsatz quantitativer Verfahren. Eine kritische Auseinandersetzung mit statistischen Methoden im Rahmen von Quellenanalyse und Präsentation der Ergebnisse ist die unabdingbare Voraussetzung, um statistische Daten angemessen zu deuten – ganz nach dem Motto: „Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.“

Diese Veranstaltung vermittelt die für Historiker relevanten Grundalgen der Statistik und wendet sich den Methoden der Historischen Sozialforschung zu. Theoretische Kernbereiche sind die deskriptive Statistik, sowie eine Einführung in die Datenerhebung und –auswertung. Ferner soll ein Einblick in die Hilfsmittel der Statistik gegeben werden. Angefangen beim Statistikprogramm SPSS, mit dem die Daten aufbereitet und analysiert werden, bis hin zur Gestaltung von Diagrammen in EXCELL und ihrer anschließenden Präsentation mit Hilfe von Power-Point.

Ferner soll den Teilnehmern, das „Zentrum für historische Sozialforschung“ und das „Institut für Historisch Kulturwissenschaftliche Informationsverarbeitung“ der Universität Köln vorgestellt werden. 

Die theoretischen Konzepte dieses Seminars werden – soweit sinnvoll – anhand von eingängigen und für Historiker relevanten Beispielen erklärt. Als inhaltlicher Leitfaden der Veranstaltung soll die Studie von Jürgen Falter über „Hitlers Wähler“ dienen. Dem Politologen Falter gelingt es wie keinem Zweiten Mythen und traditionelle Meinungen aufgrund statistischer Verfahren zu überprüfen. Anhand der Studie soll auf typische Problemfelder der Statistik hingewiesen werden, ein umfangreiches Forschungsprojekt exemplarisch nachgezeichnet und statistische Lösungswege aufgezeigt werden.

Besondere mathematische Vorkenntnisse werden nicht verlangt. Gerade an diejenigen Studenten wendet sich das Seminar, die über sich selbst urteilen „in Mathe war ich immer schlecht“ (Alfred Beutelsbacher). 

Wann findet das Seminar statt? Am 24. u. 25.07 jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Wenn ihr teilnehmen möchtet oder sonstige Fragen habt, schreibt jederzeit an: 

 fs-geschichte(at)uni-koeln.de

Eure FS-Geschichte

p.s.: Die Lehrveranstaltung dient nicht dem Scheinerwerb, sondern lediglich der reinen Bildung. Es kann aber ein Zertifikat über die Teilnahme erworben werden. 


Lektürekurs: "Erklären und Verstehen" (SoSe 2010)

Lektürekurs Thomas Haussmann: Erklären und Verstehen. Zur Theorie und Pragmatik der Geschichtswissenschaft

Seminarleitung: Thomas Meyer (Student der Philosophie und klassischen Philologie)

Liebe Studierende, „Erklären“ und „Verstehen“ stellen zentrale Kategorien des wissenschaftlichen Arbeitens dar und auch im Alltag sind die Begriffe allgegenwärtig. Denkt man nicht darüber nach, scheint man zu wissen, um was es sich handelt. Denkt man jedoch darüber nach, fällt es einem gar nicht mal so leicht zu verstehen was erklären eigentlich bedeutet, oder aber zu erklären, was mit verstehen gemeint ist. Beide Begriffe sind auch in der Geschichtswissenschaft dauerpräsent, und werden in den Einführungsseminaren und höheren Lehrveranstaltungen permanent verwendet. Theoretische Fragestellung derart, was wir aber nun eigentlich damit meinen, wenn wir etwas in der Geschichte erklären oder verstehen wollen, kommen hier meistens zu kurz. Deshalb hat die FS Geschichte in Zusammenarbeit mit den Philosophen beschlossen, ein eigenes Seminar zu diesem Thema anzubieten. Wir wollen gemeinsam das Buch von Thomas Haussmann: Erklären und Verstehen. Zur Theorie und Pragmatik der Geschichtswissenschaft. Mit einer Fallstudie über die Geschichtsschreibung zum deutschen Kaiserreich 1871-1918, Frankfurt a. M. 1991, lesen. (Text wird gestellt) Alle Studierenden, die sich an tiefer gehenden philosophischen und geschichtstheoretischen Fragen interessiert zeigen, sind ganz herzlich hierzu eingeladen. Das erste Treffen findet – zugegeben ein unattraktiver Termin, aber, wer, der es mit seiner Bildung ernst meint, ließe sich davon abschrecken? – am Dienstag in der ersten Semesterwoche von 8:00 – 9:30 Uhr im Neuen Seminarraum (3. Stock bei den Rolltreppen) statt. Dann wollen wir das weitere Vorgehen, Ablauf eventuell anderer Termin etc. besprechen. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und konstruktive Diskussionen! 


Eure FS-Geschichte
Bei Fragen, schreibt jederzeit an: fs-geschichte(at)uni-koeln.de

p.s.: Die Lehrveranstaltung dient nicht dem Scheinerwerb, sondern lediglich der reinen Bildung. Es kann aber ein Zertifikat über die Teilnahme erworben werden.